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WirtzHaus
ein KabarettProgramm von und mit
Rosa K. Wirtz
Regie: Britta Weyers
Nächste Termine:
Juli: SA 02. / SA 16. / SA 30.
September: SA 03. / MO 12. / MO 26.
Beginn: 20.30 h
www.ateliertheater.de
TicketService: 0221 - 24 24 85
Die Kölner Premieren-Presse:
Kurzkritik Kabarett: Rosa K. Wirtz im ATELIER THEATER
Marianne Kolarik, Kölner Stadtanzeiger, 13. Jan. 2011
Es geht ihr um die wichtigen Dinge des
Lebens zum Beispiel um die Dressur von Krokohandtaschen ihrer
Mutter: Rosa K. Wirtz blätterte für ihr neues Programm
"WirtzHaus" in ihrer eigenen Biografie. Als Tochter
von Wirtsleuten in der Voreifel aufgewachsen, hat sie einiges
zu erzählen. Die Schätze von heute sind der Müll
von morgen, konstatiert die Hausherrin und gibt zu, mit erstrebenswerten
Besitztümern zu plaudern. "Vom Haben-Wollen und
Sein-Lassen", so der Untertitel des Programms, erweist
sich als eine so unterhaltsame wie tiefsinnige Reise durch
die Höhen und Tiefen einer Frau, gespickt mit selbstironischen
Schlenkern zu den eigenen Schwächen, denen man mit einer
gesunden Portion Wut und Humor durchaus Herr werden kann.
Zum Beispiel, indem man die kapitalistische Form der Frauenverehrung
durchschaut, die lästige Schönheitskonkurrenz zu
den Akten legt und Heulkrämpfe hemmungslos zelebriert.
Unter der so liebevollen wir dramaturgisch ausgereiften Regie
von Britta Weyers ist ein Abend entstanden, an dem sich Männer
und Frauen am Ende in den Armen liegen - bildlich gesprochen. Anhaltender Jubel für so viel Gewitztheit, Mut und spielerische Leichtigkeit.
Mysteriöse Faltenbildung
Endlich zurück: Rosa K. Wirtz mit neuem
Programm im ATELIER
Katharina Hamacher, Kölnische Rundschau, 13. Jan.
2011
"Es fließt." Mehr hat selbt
Tochter Viva-Marie während des Schreibprozesses nicht
aus Rosa K. Wirtz herausbekommen. Die Chefin des ATELIER THEATERs,
die sich eigentlich von der Bühne verabschiedet hatte,
hat ein großes Geheimnis um ihr neues Programm gemacht.
Kein Wunder also, dass nicht nur die eingefleischte Fangemeinde
im restlos ausverkauften Theater höchst gespannt auf
die Premiere wartete.
Dass Wirtz in den vergangenen sieben Jahren kein bisschen
eingerostet ist, wird schon in den ersten paar Minuten klar:
Losgelöst und selbstbewusst plaudert sie über die
wichtigen Dinge: "Besitz, Sex, das Gegenteil davon und
was am Ende übrig bleibt". Mit "WirtzHaus -
vom Habenwollen und Seinlassen" (Regie: Britta Weyers)
ist ihr nicht nur ein facettenreiches Programm gelungen. "Frau
Wirtz" stellt sich auch endlich ihrer Bestimmung als
Nachkomme einer traditionsreichen Wirtsfamilie. Und weil ihr
das Bewirten im Blut liegt, serviert sie ihrem Publikum mit
natürlicher Leichtigkeit Komisches, Schräges und
Gesellschaftskritisches mit einem süffisanten Lächeln
garniert auf dem rosafarbenen Tablett.
In einem gelungenen Balanceact zwischen kapriziöser Diva
und robuster Voreifelerin offenbart die "Freifrau von
eigenen Gnaden" nicht nur, wie sie endgültig zur
Feministin wurde. Selbstironisch gibt sie das Geheimnis mysteriöser
Faltenbildung preis ("andere knirschen mit den Zähnen,
ich bin nachts beleidigt"), palavert auf Platt und begeistert
ihr Publikum mit Tanz- und Toneinlagen. Rosa K. Wirtz erteilt
als lispelnde Workshop-Leiterin in "Tantra to go"
esoterischen Aufklärungsunterricht und macht unmissverständlich
klar: "Sex im Alter ist machbar, Fau Nachbar!"
Einen deutlichen Schwerpunkt setzt die Frau "die ungefähr
im Alter von Angela Merkel" ist, auf Lust und Leid der
Frauen über 50, sinniert übers "Doublekinn"
und übt kollektives "Freestyle-Kühmen".
Bühnenbild, Kostüme und die wenigen Requisiten sind
dabei nebensächlich, denn Wirtz braucht nur ihre Stimme,
Mimik, Gestik, um ein abendfüllendes Programm zu gestalten,
das keine Sekunde langweilig wird.
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